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Deklaration: Region braucht Kultur

Deklaration zur Bedeutung der Regionalkultur

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„Region braucht Kultur“: Deklaration und neue Studie zur Bedeutung der Regionalkultur präsentiert

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: „Studie bestätigt: Regionalkultur gerade in Zeiten von Corona wichtiger Faktor für das Miteinander in Niederösterreich. Werden daher Kulturschaffende auch in herausfordernden Zeiten bestmöglich unterstützen.“

Der persönliche Kontakt auf Distanz ist trotz der schrittweisen Rückkehr in die gewohnte Normalität derzeit die aktuelle Gegenwart. Dem gegenüber steht die Sehnsucht nach Nähe, Gemeinschaft und Identität – Werte, die insbesondere mit Regionalkultur in Verbindung gebracht werden, wie eine aktuelle Studie des Meinungsforschungsinstitutes Integral zeigt.

Laut dieser werden mit regionaler Kultur am häufigsten, Heimat, Tradition, Gemeinschaft und Nähe assoziiert. In Zeiten der aktuellen Corona-Krise gaben zudem 76 Prozent von insgesamt 1.000 Befragten an, das gesellige Zusammenleben in der Gemeinde zu vermissen. 71 Prozent vermissen es zudem, gemeinsam kulturelle Veranstaltungen genießen zu können und 54 Prozent vermissen die Vereinsarbeit in der Gemeinde.

„Gerade angesichts aktueller Unsicherheiten ist es uns ein großes Anliegen, dass Kunst und Kultur nicht vernachlässigt wird“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Die nicht zuletzt durch die Studie bestätigte große Bedeutung und Akzeptanz der Regionalkultur soll daher durch eine gemeinsame Deklaration verschiedener Organisationen wie der Volkskultur, den Museen und dem Musikschulwesen „heute noch mehr denn je“ hervorgestrichen werden.

„Die Deklaration ist Signal und Ansporn und zugleich ein klares Bekenntnis des Landes zur wertvollen Arbeit der 100.000 Freiwilligen und Ehrenamtlichen, die in den Regionen als kulturelle Nahversorger wirken. Ich versichere, dass wir sie auch in herausfordernden Zeiten bestmöglich unterstützen“, so die Landeshauptfrau, die die Studie und die Deklaration gemeinsam mit Kultur.Region.Niederösterreich-Geschäftsführer Martin Lammerhuber präsentierte.

„Regionalkultur steht aktuell unter einem besonderen Druck, weil sich in Krisen Prioritäten verständlicherweise zuerst auf andere Prioritäten richten“, so Lammerhuber, der davor warnte, Kunst und Kultur in herausfordernden Zeiten zu vernachlässigen oder gering zu schätzen. „Kunst und Kultur sind kein Luxus, der uns nur in schönen Tagen zu Gesicht steht, sondern sie müssen immer wesentliche Rohstoffe unserer Gesellschaft und wichtige Werte unseres Zusammenlebens sein.“

Die Deklaration zur Bedeutung der Regionalkultur streicht in 15 Punkten den Wert und die Rolle der Regionalkultur für die Gesellschaft hervor. Begleitet wird die Deklaration durch die Kampagne „Region braucht Kultur – Kultur braucht Region“. Ebenso wie die Deklaration soll die Kampagne über Plakate und Gemeindepackages aufzeigen, dass Regionalkultur eine Notwendigkeit und keine Selbstverständlichkeit ist. Und nicht zuletzt soll sie Menschen in den Regionen dazu animieren, die kulturellen Angebote in nächster Nähe zu nutzen.

Ausgewählte Zahlen zur Regionalkultur in Niederösterreich: 

·       über 200.000 Veranstaltungen jährlich im Regionalkulturbereich

·       100.000 Ehrenamtliche und Freiwillige engagieren sich im Kulturbereich in Niederösterreich

·       Gesamt ca. 500.000 Stunden pro Woche

·       60.000 Musikschülerinnen und Musikschüler

·       40.000 Chormitglieder

·       Über 25.000 Musikerinnen und Musiker in 500 Blasmusikkapellen und -vereinen

·       10.000 Volkstänzerinnen und Volkstänzer

·       2.000 Mitglieder der Kulturvernetzung

·       750 Museen und Sammlungen

·       20.000 Vereine über Service Freiwillige

·       Weiters in den Regionen: Bildungswerke, Stadt- und Dorferneuerungsgruppen, 
        Fortbildungsangebote, Laientheatergruppen, Kreativakademien, Landjugend, Märkte,
        Bibliotheken, Festivals, Wettbewerbe, Kinos, Geschichtsvereine …

Studie zur Bedeutung der Regionalkultur 

·       1.000 Interviews, NÖ-Bevölkerung 16+

·       Befragung zur Corona-Krise und deren Auswirkungen für das kulturelle und gesellschaftliche
        Leben in den Regionen

·       Zeitraum: Feldarbeit 28. April bis 7. Mai 2020

Ergebnisse: 

·       Wichtigkeit von kulturellen Angeboten in der Gemeinde
        o   61 % halten kulturelle Angebote als sehr wichtig

·       Mit regionaler Kultur assoziieren
        o   74 % Heimat
        o   74 % Tradition
        o   65 % Gemeinschaft
        o   45 % Kreativität

·       Welche Aktivitäten wurden und werden am meisten vermisst?
        o   78 % im Gastgarten / beim Wirten beisammen sitzen
        o   76 % geselliges Zusammenleben in der Gemeinde
        o   71 % gemeinsam kulturelle Veranstaltungen genießen
        o   54 % Vereinsarbeit in der Gemeinde

·       Vermissen von regionalen Kulturangeboten
        o   51 % Märkte
        o   38 % Höfe, Straßenfeste
        o   28 % Kabarett
        o   Akzeptanz virtueller Kulturangebote
        o   70 % finden diese sehr bzw. eher gut

·       Stimmungsbild im Zusammenhang mit Corona
        o   79 % geben an, dass man über digitale Plattformen viel machen kann, aber das Live-Erlebnis
             im kulturellen Bereich ist nicht zu ersetzen
        o   76 % geben an, dass der ländliche Raum für die Menschen stärker an Bedeutung gewonnen
             hat
        o   74 % geben an, dass Nachbarschaftshilfe verstärkt gelebt wird
        o   67 % geben an, dass Kultur- und Bildungsangebote ein wichtiger Teil zur Stärkung des
             Heimatgefühls sind
        o   20 % sagen sogar, dass sie sich nach Corona verstärkt in der Gemeinde aktiv engagieren
             wollen

Kultur Niederösterreich
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