„Live ist Live“ in Niederösterreich

Live-Kultur ist mehr als nur das Abspielen von Musikstücken oder das Verlesen von Texten vor einem Publikum. Live-Kultur ist das Rückgrat der niederösterreichischen Kulturlandschaft. Live-Musik etwa ist die Haupteinnahmequelle für einen Großteil der Musikerinnen und Musikern. Und: Live-Kultur leidet unter dem Fortschritt der KI im kreativen Sektor, die echtes Erleben durch gefakte Musik, Videos und Kunstwerke zu ersetzen versucht.

Das Ermöglichen und Erleben echter Kunst und lebendig vorgetragener Kreativität unterstützt die Kultur.Region.Niederösterreich mit ihrer Kampagne „Live ist Live“ – aktuell etwa mit visuellen Ausrufezeichen wie den Bierdeckeln, Aufklebern und Rund-Poster, die am Tisch, auf Wänden, in Proberäumen, auf Instrumentenkoffern und mehr eine Stärkung der Livebranche darstellen sollen. (Bestellungen sind möglich: 1 Set mit 5 Bierdeckeln, 1 Set mit 5 Aufklebern, 1 Poster - per Mail an musikszenenoe(at)kulturregionnoe.at).

Live-Kultur in allen Facetten, in allen Regionen

Live-Kultur ist nicht nur eine Sache von tausenden Bands im Bundesland, sondern auch von 62.000 Musikschülerinnen und -schülern, 2.300 Musikerlehrerinnen und -lehrern, tausenden Ensembles und Gruppen im Bereich Volkskultur, Museen, Bildungseinrichtungen, Künstlerinnen und Künstlern Klassik-Interpretinnen und -Interpreten und vielen mehr. In allen Regionen Niederösterreichs wird die reichhaltige Tradition Österreichs als Kulturland kultiviert und empor gehoben. Das fängt mit der musikalischen Früherziehung in den Musikschulen an, setzt sich in Jugend-Bands und Musik-Bewerben wie prima la musica und podium.jazz.pop.rock fort und erreicht in künstlerischen Laufbahnen und professionellen Engagements in Österreich aber auch in der ganzen Welt ihren Höhepunkt. Und: Live-Erlebnis bescheren auch Museen, Bildungswerke, Ateliers, Kunst- und Kulturvereine und mehr.

Leuchtende Beispiele dafür sind unter vielen anderen die gebürtige Mödlingerin Dorothy Khadem-Missagh und Monika Ballwein aus Pyhra. Die renommierte Pianistin und Dirigentin Khadem-Missagh ist überzeugt: „Musik kann tiefgründige Empfindungen hervorrufen. Aber nur, wenn sie nicht bloß aufgeführt, sondern wahrhaftig erlebbar gemacht wird – als Ausdruck, nicht als Dekoration.“ Die Wichtigkeit der Live-Kultur hält ebenso Monika Ballwein hoch: „Live-Musik vereint uns. Hinter einer Glasscheibe gibt es keine Emotion, die kann nicht übertragen werden wie bei Live-Musik. Den direkten Kontakt kann nichts ersetzen. Zudem ist die Live-Branche eine wesentliche Einnahmequelle für die Musikwelt.“

Mut zur Live-Kultur

Die Kampagne wird 2026 in die vielen Formate, Events und Aktionen der Kultur.Region.Niederösterreich und ihrer Tochterbetriebe einfließen. „Die Live-Kultur muss das lebendige Herzstück der Kulturwelt bleiben. Wir fördern das verlässlich echte Bühnenerlebnis in den Regionen Niederösterreichs“, betont Geschäftsführer Martin Lammerhuber. Neben dem Liedermacherinnen- und Liedermacher-Wettbewerb, der Fortbildungsreihe „NÖ Musikszene“, dem Liedermacherinnen- und Liedermacher-Festival „feinklang“, den Musikschul-Bewerben und -Konzerte, dem Viertelfestival und vielem mehr wird die Live-Branche direkt oder indirekt gestützt und begleitet. „Das beinhaltet auch den Aufruf an alle Veranstalterinnen und Veranstalter, Mut zu haben und Live-Veranstaltungen zu ermöglichen.“

Bewusstsein bildet auch die „Deklaration zur Bedeutung der Regionalkultur im Zeitalter der KI“, die nach der Erstauflage von 10.000 Stück neu herausgegeben wurde. Sie ermutigt hunderttausende Niederösterreicherinnen und Niederösterreich in den Bereichen regionale Kulturarbeit und Ehrenamt. Die Kernaussage der Broschüre, deren erste Auflage einer großen Präsentation im Haus der Digitalisierung unter anderem mit Sabine Köszegi, Vorsitzende des Fachbeirats für Ethik der KI der UNESCO Kommission Österreich, vorgestellt wurde: Die menschliche Interaktion, Kreativität und Gemeinschaft kann durch keine KI ersetzt werden. In der Medizin, in Wirtschaft und Wissenschaft kann sie sinnvoll eingesetzt werden. Aber nicht, wenn es um Kreativität, Ehrenamt und zutiefst menschliche Qualitäten geht. 

Springe zum Anfang der Seite