Neuer Lehrgang „Volkskultur neu denken“

Volkskultur ist lebendig und entwickelt sich im 21. Jahrhundert mit dem gesellschaftlichen Wandel und den menschlichen Bedürfnissen mit. Das hat das Symposium „Volkskultur neu denken“ vergangenen Herbst gezeigt und das zeigt auch der neue und gleichnamige Lehrgang ab 28. März. Gemeinsam mit dem Institut für Europäische Ethnologie der Universität Wien hat die Volkskultur Niederösterreich den Lehrgang mit fünf Modulen entwickelt, der sich an Kulturschaffende, Kulturverantwortliche, Kulturinteressierte, Multiplikatoren der Volkskultur und der Regionalkultur, Pädagoginnen und Pädagogen, Vereinsfunktionärinnen und Vereinsfunktionäre richtet. Eingebettet ist die Reihe in die Akademie der Kultur.Region.Niederösterreich und findet im Haus der Regionen in Krems-Stein statt.

Volkskultur im Wandel der Zeit

Lehrgangsleiterin ist Brigitta Schmidt-Lauber, die Vorständin des Instituts für Europäische Ethnologie. Sie betont: „Volkskultur ist stets im Wandel! Im Lehrgang „Volkskultur neu denken“ setzen wir uns mit der Geschichte und der Entwicklung der Volkskultur auseinander, besprechen den zentralen Kulturbegriff wie auch ausgewählte Termini aus aktueller kulturwissenschaftlicher Perspektive und betrachten Theorie und Praxis der Volkskultur in Niederösterreich.“ Die Volkskultur Niederösterreich möchte damit ihre Ausrichtung neu denken, weiterentwickeln und mit der Fortbildungsreihe Brücken zwischen Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft schlagen.

Nahtlos an das Symposium anschließend behandelt sie in Modul 1 am 28. März gemeinsam mit Jens Wietschorke, Ethnologe am Institut für Empirische Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie an der Universität München, die Entwicklung „Von der Volkskunde zur Empirischen Kulturwissenschaft“. Über Heimat, Brauch, Tradition und Kulturerbe, ihre vielfältigen Bedeutungen und ihren Wandel sprechen Michael Greger, Europäischer Ethnologe und Leiter des Salzburger Landesinstituts für Volkskunde, Klaus Schönberger, Professor für Kulturanthropologie am Institut für Kulturanalyse an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt/Celovec, und Brigitta Schmidt-Lauberam 11. April.

Musik, Tanz und Kleidung

Der "(Volks)Musik", ihren Einflüssen und Grenzen widmen sich am 30. Mai die Vortragenden Marko Kölbl, Musiker, Sänger, Leiter des Instituts für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw), Volker Gallasch, Musikvermittler, Musikpädagoge, „Erlebnis Musik", sowie Dieter Schickbichler, Musiker und Lehrbeauftragter an der mdw. "(Volks)Tanz" in Theorie und Praxis kennenlernen können Teilnehmende am 20. Juni mit Tanzlehrer und Tanzschul-Betreiber Eddy Franzen, Franz Steininger, Volkstänzer, Volksmusikant, Chorsänger und Akteur des Tanzforums Niederösterreich, sowie Simon Wascher, Musiker, Tänzer und professioneller Drehleierspieler. Das Abschlussmodul „Kleidung und Tracht“ behandelt am  27. Juni die Tracht in Vergangenheit und Gegenwart. Zu Wort kommen hier der Empirische Kulturwissenschaftler Reinhard Bodner, Ethnologie-Studentin und Dirndlschneiderin Nina Kainz sowie Schneidermeisterin Johanna Scherz.

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