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Regionalkultur steht für Tradition und Innovation
Unter das Motto „Tradition und Innovation“ stellen die Kultur.Region.Niederösterreich und ihre Tochterbetriebe das Jahr 2026. Die Dachmarke für die Regionalkultur in Niederösterreich, die Volkskultur, das Musik und Kunst Schulen Management, das Museumsmanagement, das BhW und die Kulturvernetzung bleiben gleichzeitig ihrem Anspruch „Verlässlich echt“ treu, die vielfältigen Ausformungen der Kulturarbeit, der Bildung und des Ehrenamts als menschengemachte Leistungen zu würdigen. Verlässlich ist die Tradition der vielen historisch gewachsenen Kulturformen, Gruppierungen und Bräuche. Echt ist auch die Gegenwart, die Vergangenes neu denkt und in eine nachhaltige Zukunft führt.
„Tradition und Innovation sind keine Gegensätze, denn es braucht beides“, betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei der Präsentation im Ostarrichisaal im NÖ Landhaus. „Lebendige Kultur entsteht durch starke Wurzeln und ist offen für Neues. Wenn Tradition und Innovation aufeinandertreffen, entsteht Kultur, die bewahrt und weiterentwickelt. Und für dieses Weiterentwickeln braucht es die 250.000 Kulturengagierten, die mit viel Herzblut ihren wesentlichen Beitrag für die Kultur in Niederösterreich leisten.“ Das fange bei der Weiterentwicklung der Musikschulen und der Volkskultur sowie der Digitalisierung in den Museen an und setze sich beim lebenslangen Lernen und den vielen künstlerischen Formaten und Aktivitäten fort.
Regionalkultur mitten im 21. Jahrhundert
Ein Beispiel für „Tradition & Innovation“ ist etwa der neue Lehrgang „Volkskultur neu denken“ der Akademie der Kultur.Region.Niederösterreich. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Europäische Ethnologie der Universität Wien ist der fünfteilige Lehrgang ab 28. März im Haus der Regionen in Krems Teil eines umfassenden strategischen Prozesses zur inhaltlichen Weiterentwicklung und Neuausrichtung der Volkskultur Niederösterreich. Damit soll der Betrieb und die damit verbundenen Themen im 21. Jahrhundert zeitgemäß positioniert werden. Musikvermittler und Musikpädagoge Volker Gallasch ist einer der Vortragenden: „Volkskultur ist nichts Verstaubtes, sondern die sich ständig verändernde Kultur, wie Menschen ihr Leben und ihren Alltag gestalten.“ (volkskulturnoe.at)
Die niederösterreichischen Musikschulen wiederum können ab dem Semester 2026/2027 zu Musik- und Kunstschulen werden. Sie können ihr Angebot um Kunstfächer wie Darstellende Kunst, Bildende Kunst, Medienkunst und Literatur zu erweitern. Dieser hochwertige Unterricht in Kunstfächern, in der Region, also „vor der Haustüre“, ist einzig artig in Österreich. Wieselburgs Musikschulleiterin Monika Wippl ist überzeugt: „Es gibt viele Talente in alle Richtungen, die möchten wir durch Musik und Kunst Schulen ansprechen und fördern.“ Über das vielfältige Programm und die qualitativ hochwertige Arbeit in den Musikschulen informieren die Tage der Musik- und Kunstschulen des Musik und Kunst Schulen Managements am Freitag, 8., und Samstag, 9. Mai (mkmnoe.at).
Die Datenbank als „Sprungbrett“ des kulturellen Erbes in Niederösterreich in die Zukunft treibt das Museumsmanagement Niederösterreich 2026 voran. Bereits 50.000 von insgesamt 152.000 aufgenommen Objekten aus 76 Sammlungen stehen bereits online. So ermöglicht das digitale Inventarisierungsportal (DIP) eine ortsunabhängige Präsentation niederösterreichischer Ausstellungsgegenstände, die 2026 auch wieder im Museumsfrühlingim gesamten Mai mit besonderen Angeboten und Aktionen locken. Zudem entwickelt das Museumsmanagement digitale Ausstellungen. Ein konkretes Beispiel für die Digitalisierung ist die „Zeit:Reise Pulkau“ von Doris Hauer: „Wertvolle Sammlungen dürfen nicht vergammeln, sondern sollen für alle erhalten bleiben.“ (noemuseen.at).
Zeit Punkt Lesen, als Initiative des BhW Niederösterreich, fördert die Lesekultur in Niederösterreich. Diese Förderung schafft das Projekt über konkrete Angebote für alle Generationen, aber auch über Maßnahmen für Familien, den Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in den Gemeinden und in Bildungseinrichtungen. Projektleiterin Katharina Schwabl weiß: „Lesen ist die absolute Zukunftskompetenz und Grundlage für die gesellschaftliche Teilhabe. Wer lesen kann, kann Informationen einordnen, Zusammenhänge verstehen und sich eine eigene Meinung bilden.“ (bhw-n.eu)
Das Viertelfestival, ausgerichtet von der Kulturvernetzung Niederösterreich, gibt es bereits seit 25 Jahren. 2026 werden im Zuge des „WEIN/4-Festival“ 54 Projekte mit knapp 180 Veranstaltungen in 37 Gemeinden und in 42 Orten im gesamten Weinviertel umgesetzt.Das Festival dauert vom 6. Mai bis zum 19. Juli. Diese 54 Projekte hat Fotografin Elli Jegel künstlerisch festgehalten. Ein weiterer Festival-Beitrag ist „Techno in the Winery“ mit Werner Zirnsack und musikalisch verwerteten Weinproduktionsgeräuschen. (kulturvernetzung.at bzw. viertelfestival.at)
Verlässlich echt im Jahr 2026
Neue gemeinsame Wege geht auch das Service der Kultur.Region.Niederösterreich für die Kulturverantwortlichen und Bildungsverantwortlichen in den 573 Gemeinden. 2025 und 2026 trafen einander die kommunalen Verantwortungsträger der Kulturarbeit in den Gemeinden sowie die Bildungsgemeinderätinnen und Bildungsgemeinderäte auf Bezirksebene bei der gemeinsamen Bezirkstour „Kommunale Kultur- und Bildungsarbeit“, um die Services der Kultur.Region.Niederösterreich kennenzulernen und durch Vernetzung und Austausch Handlungsmöglichkeiten für die Arbeit in der eigenen Gemeinde zu finden.
Der Tag der Nachbarschaft am 29. Mai rückt einmal mehr die Kernbotschaft der 2024 gestarteten Initiative „Nachbarschaft leben“ in den Fokus: Nachbarschaft ist ein wesentlicher Eckpfeiler der Gesellschaft. Dem Thema wird am 29. Mai eine Radio 4/4-Sendung des ORF von 15.00 bis 16.00 Uhr gewidmet.
Die musik.szene.niederösterreich erweitert als Plattform für die NÖ Musiklandschaft ihre Angebote: Zusätzlich zur Fortbildungsreihe „NÖ Musikszene - Kreative Kompetenz“, die aktuell mit neuen Schwerpunkten wie Social Media im Musikbereich und auch Finanzanalyse und Roaming aufwartet, als Expertise für die Akteurinnen und Akteure der Musiklandschaft, plant die Kultur.Region.Niederösterreich einen Tag zum Thema Förderungen und eine eigene Musikdiskussion. Nach den beiden Musikerinnen- und Musikertreffen 2022 und 2025 wird im Sommer die Falco-Villa in Gars zum Treffpunkt für die Musikszene.
Das Freiwilligencenter Niederösterreich tourt aktuell bis 6. Mai mit seiner diesjährigen Fachenquete zum wichtigen Thema „Lebensmittelhygiene“ durch Niederösterreich. Aufgrund des hohen Andranges wurden bereits drei Zusatztermine ermöglicht. (freiwilligencenternoe.at)
An der Akademie der Kultur.Region.Niederösterreich wird Akteurinnen und Akteure der Regionalkultur, Erwachsenenbildung und Ehrenamtlichen weiterhin wertvolles Know-how vermittelt. Neben der Ausbildung zur NÖ Freiwilligenkoordinatorin und zum NÖ Freiwilligenkoordinator werden aktuell Musikerinnen und Musiker bei der Fortbildungsreihe „NÖ Musikszene - Kreative Kompetenz“ unterrichtet, was es auf dem Weg in der Musikbranche zu beachten gilt.
Tradition und Innovation sind große Chance für alle
Kultur.Region.Niederösterreich-Geschäftsführer Martin Lammerhuber unterstreicht:„Tradition bietet Menschen gerade in diesen Zeiten Orientierung und Halt. Die Angebote der Kultur und Bildung in den Regionen bilden da wichtige und beständige Ankerpunkte. Gekoppelt mit Innovation sind sie nicht nur eine Verpflichtung für die Kultur.Region.Niederösterreich, sondern gleichzeitig eine große Chance für alle. Ohne die vielen Akteurinnen und Akteure in den Regionen wäre das allerdings nicht möglich. Sie machen Kultur und Bildung fühl- und erlebbar.“
Für musikalische Höhepunkte bei der Programmpräsentation sorgten der Weinviertler Liedermacher Jimmy Schlager sowie das Ensemble Patru Plor vom Musikschulverband Sonntagberg-Ostarrichi. Den künstlerischen Rahmen gestalteten auch das Keramik-Atelier von Jutta & Janos Szabo, Ton-Künstlerin Annabel Kail, Puppenspieler Magic Valentino, das Projekt „Techno in Winery“ sowie der zaubernde Musikpädagoge Jan Rohrweg.
